Mit diesen Worten wurden wir Mexiko begrüßt.
Am Flughafen Cancun hat uns ein sehr netter Amerikaner angesprochen, der schon seit einigen Jahren in Mexiko lebt und sich sonst auch ziemlich gut in den anderen Mittelamerikanischen Ländern auszukennen scheint.
Nachdem wir die letzten Tage in LA verbracht haben, sind wir gut in Cancun angekommen. Leider wurde aus dem Abenteuer "Leben am Flughafen" nichts, da es dort vor dem Check-In keine große Aufenthaltshalle, wie an anderen Flughäfen gibt.
Also schliefen wir die erste Nacht, zurück in LA, am Flughafen auf einer Bank. Nach etwa 4 Stunden Schlaf, machten wir uns dann auf die Suche nach einem Starbucks, um wieder einmal Internet zu haben. Dort suchten wir uns dann ein gutes Hostel in Downtown aus, wo wir gegen Mittag für 2 Nächte einchecken konnten.
Wir blieben die meiste Zeit im Hostel, um im Internet alle möglichen Dinge für Mittel- und Südamerika zu klären. Wir suchten schon die ersten Busverbindungen, nahmen Kontakt zu den Couchsurfern auf und konnten nach länger Zeit mal wieder skypen.
Auch ein Freund aus Sylt, Jan, hat sich dann mit bei uns in Hostel eingemietet. Auch er ist gerade auf Tour durch Amerika.
Zusammen entspannten wir dann die letzten Tage vor unserem Flug.
Jan war so nett, am letzten Tag noch etwas Zeit mit uns zu verbringen und uns mit seinem Mietwagen zum Flughafen zu bringen. Den Tag verbrachten wir dann wieder einmal in Santa Monica. Eigentlich dachten wir, dass wir diesen wunderbaren Ort hinter uns gelassen hätten. Waren aber schneller zurück als gedacht. Dort gingen wir dann kurzfristig noch ins Kino und schauten uns "Iron Man 3" im wohl lautesten Kino der Welt an. 'Haha'
Anschließend brachte uns Jan zum Flughafen, wir verabschiedeten uns und dann hieß es warten. Da unser Flug erst am nächsten Morgen gehen sollte, wir aber keine Lust hatten noch eine Nacht im Hostel zu verbringen, um dann mit den unpünktlichen, öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen zu fahren, warteten wir 16 Stunden am Flughafen auf unseren Flug.
Gibt aber schlimmeres.
Als wir dann im Flieger saßen und Kalifornien hinter uns gelassen hatten, bekamen wir auch irgendwie ein ungutes Gefühl. Wir wussten nicht mehr genau, ob der Mittelamerika-Teil das richtige war.
Doch als wir dann aus dem Flieger stiegen, wir von der Hitze fast erschlagen wurden, kam die Lust auf das Reisen durch die Länder zurück.
Bis uns dann dieser Amerikaner an der Bushaltestelle ansprach. Er war dort um seine Frau abzuholen und fragte uns, was denn unsere Pläne seien. Wir erklärten ihm unsere Ziele und was wir vorhatten. Daraufhin meinte er nur, dass sich die Route echt gut anhört, wir seiner Meinung nach aber auf jeden Fall im Gefängnis landen würden. Als wir ihn fragten, wie er darauf käme, meinte er nur, dass wir Aussehen wie Touris, die im Gefängnis landen.
Vielleicht dachte er, dass wir üble Kiffer oder so wäre und hier unten in Drogengeschäfte verwickelt werden.
Doch bis jetzt ist zum Glück noch nichts vorgefallen und wir sind ja nun auch schon ein paar Tage hier.
Mit dem Bus ging es dann vom Flughafen nach Cancun-Downtown, von wo wir mit dem Taxi zu unserem Couchsurfer fuhren.
Schon auf dem Weg nach Cancun, merkte man, dass man wieder ganz wo anders war. Wieder da komplette Gegenteil von Amerika. Genau so wie damals, als wir von Australien nach Fiji geflogen sind.
Überall an der Autobahn standen kleine Blechhütten, in denen ganze Familien wohnten, Kinder spielten mit Müll auf der Straße und verwahrloste Hunde lagen überall herum.
Wir waren also gespannt auf die Wohnung unsere Couchsurfers. Diese war, nachdem wir zwei Stunden in einem Kaufhaus auf den Couchsurfer warteten, ok. Sie war nicht zu klein, ziemlich unaufgeräumt und es ging nicht in jedem Zimmer Strom bzw. nur manchmal. Nach unserer Dusche wollte uns der Couchsurfer dann auch direkt die bekannte Partymeile von Cancun zeigen. Berüchtigt für seine großen Springbreak-Pattys.
Mit einem Bus ging es dann etwa 20 Minuten vorbei an diversen Hotels. Schließlich erreichten wir das Partyviertel uns hörten sofort die laute Musik aus den Clubs, die jedoch noch eine Straße weiter waren.
In der Straße spielte sich dann auch das Leben ab. Überall Touristen, die in absoluter Partylaune waren. Es steckte förmlich an. Die Clubs waren riesig. Und anders als bei uns waren sie offen. Es werden also große Rolltore nach oben gefahren und dann kann die Party losgehen. Deshalb auch die laute Musik auf der Straße. Alle möglichen Leute versuchten uns in die Clubs zu locken. Doch bei den Eintrittspreise verging uns absolut die Lust. Der Eintritt dort liegt immer zwischen 20-50 Dollar. Also viel zu teuer.
Der Couchsurfer führte uns ein wenig herum, zeigte uns seinen Lieblingsclub und brachte uns noch an den Strand. Diesen wollten wir dann am nächsten Tag besuchen, wenn es wieder hell ist.
Da wir ziemlich kaputt waren von der Nacht am Flughafen und dem Flug, fuhren wir anschließend zurück zur Wohnung und gingen schlafen.
Eigentlich dachten wir, dass der Couchsurfer uns nun einmal Cancun zeigt, doch dieser sagte, dass wir Cancun gestern eigentlich schon gesehen hätten und wir einfach den selben Bus nehmen sollen, ummdas ganze bei Tageslicht zu sehen.
Also gingen wir zu allererst zur Busstation, um uns ein Ticket für die Weiterfahrt nach Guatemala am nächsten Tag zu besorgen.
An der Busstation kauften wir dann ein Ticket für den nächsten Tag nach Belize City, da kein Bus direkt nach Guatemala fährt.
Den Tag verbrachten wir dann in der Gegend, in der wir den Abend zuvor waren. Und sahen das erste mal das Wasser am Strand. Es war unglaublich klar. Wir hatten noch nie so ein Wasser gesehen. Wir setzten uns also ein Weile an den Strand nahmen ein Bad in diesem Wasser und machten uns am späten Nachmittag wieder auf den Weg zurück. Denn allein im dunklen sollte man hier lieber nicht herum laufen.
Da der Couchsurfer aber selbst noch im Kino war, kauften wir uns ein Sixpack Corona, das hier gar nichts kostet, und setzten uns an den Pool, welcher zu dem Wohnviertel unseres Couchsurfer gehörte.
Dort lernten wir dann wohl den nettesten Mexikaner überhaupt kennen. Sein Name ist Arturo García und bietet ebenfalls Couchsurfen an. Und er ist auch einer der wenigen, der wirklich gut englisch sprechen kann. Nachdem wir uns eine Weile am Pool unterhielten, lud er uns auf ein Bier und Tequilla in seine Wohnung ein. Wir verbrachten den ganzen Abend dort. War echt eine witzige Runde und wir fragten uns warum wir nicht bei ihm gelandet sind.
Aber da wir eh nur noch eine Nacht dort hatten gingen wir kurz nach Mitternacht wieder zurück zu "unserem" Couchsurfer.
Und am nächsten Morgen kam dann ein wenig Panik aus, da wir unseren Wecker nicht gehört hatten und der Bus nach Belize um kurz nach 10 Uhr fahren sollte. Doch dank der preiswerten Taxis haben wir alles geschafft. Mit dem Bus ging es dann nach Tulum, einem Küstenort etwa 150 Kilometer südlich von Cancun. Dort legten wir einen Zwischenstopp ein und schauten uns den Strand und die Mayatempel direkt am Strand an.
Am Abend ging es dann zurück zum Busterminal und mit einem Nachtbus nach Belize. Die Busse hier sind wirklich komfortabel und es ist ein angenehmes Reisen. Doch leider ist es immer so kalt in den Bussen, da die Klimaanlage immer aufgedreht ist. Es war so kalt, dass wir sogar gefroren haben.
Nach etwa 4 Stunden Fahrt erreichten wir dann den Grenzübergang. Anders als in Europa muss man hier ja bei jedem Grenzübergang zweimal anhalten. Einmal zur Ausreise, einmal zur Einreise. Und bekamen das erste Mal zu spüren, dass die Grenzübergänge den Touristen einfach irgendwelche Gebühren abziehen. So mussten wir die ersten 15 Dollar bezahlen, um Mexiko zu verlassen. Gebühren für irgendwelche Naturparks oder sonst was. Und das sollten nicht die letzten gewesen sein!!
Weiter ging es dann noch einmal 2 Stunden nach Belize City. Dort war dann wieder eine ganz andere Welt. Denn dort gab es noch weniger als in Cancun und alles war irgendwie herunter gekommen. Da wir durch die Busfahrt eigentlich schon den ganzen Ort gesehen hatten, suchten wir uns sofort den nächsten Bus, der uns nach Flores( Guatemala) bringen sollte. Die Busfahrt ging also fast direkt weiter.
Nach weiteren 5 Stunden Busfahrt durch schöne Landschaften, dem nächsten Grenzübergang und vielen Sandpisten, erreichten wir schließlich Flores.
Während der Fahrt noch mit dem Gedanken gespielt, eine Nacht in Flores zu machen, verflog dieser auch direkt wieder nach der Ankunft. Klar war dies ein größerer Ort als zuvor in Belize und er lag an einem riesigen Fluss, doch viel mehr gab es auch dort nicht.
Also wurden wir direkt, mit anderen Backpackern vor einem Reisebüro abgesetzt und buchten den nächsten Nachtbus nach Guatemala City.
Bis zur Abfahrt hatten wir noch etwas Zeit und schauten uns den Ort einmal zu Fuß an, um schließlich um 20Uhr die 10stündige Busfahrt nach Guatemala City anzutreten.
Dort sind wir nun heute Morgen angekommen, werden uns tagsüber etwas umschauen und morgen dann direkt weiter nach San Salvador.
Leider haben wir nur sehr wenig Zeit für Mittelamerika und müssen uns deshalb etwas beeilen, um nach Costa Rica zu kommen, von wo unser nächster Flug geht.
Von dort werden wir uns dann das nächste Mal melden.
Hoffen euch allen geht es gut. Wir freuen uns schon auf zu Hause.
Bengt&Christian













